Fachanwalt Moos - Kanzlei für Beamtenrecht

 
 

Gebührenvereinbarung


 

Honorarvereinbarung - Manchmal ist sie nötig. Aber warum eigentlich?

Manchmal ist es notwendig eine Gebührenvereinbarung zu treffen (Honorarvereinbarung). Zum Beispiel, wenn das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz für eine bestimmte Tätigkeit keine Gebührenregelung vorsieht. Dies ist beispielsweise bei der Erstberatung der Fall. Immer dann, wenn der Rechtsanwalt "nur" beratend tätig ist, dann fällt das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz als Grundlage aus. Sollte bei Ihnen eine solche Vereinbarung notwendig werden, erkläre ich Ihnen, was dasfür Sie bedeutet.  Sie sollen immer wissen, wo Sie stehen und was kostenmäßig auf Sie zukommt.

Erstberatung

Bei der Erstberatung vereinbaren wir ein Beratungshonora in Höhe von EUR 150,- pauschal. Bei Verbrauchern inklusive der gesetzlichen Umsatzsteuer. Wollen Sie nach der Erstberatung, zu dem von uns besprochenen Thema, noch etwas mehr erfahren, rechne ich meine ergänzende mündliche Beratung zu einem Festbetrag von EUR 100.- ab. Bei Verbrauchern inklusive gesetzlicher Umsatzsteuer.

Allgemeine Beratungen

Wenn ich Sie zum Beispiel zur Gestaltung eines Vertrages berate oder die Änderung einer Satzung begleite, findet sich im Gesetz keine Regelung, die bestimmt, wieviel ich abrechnen darf und kann. Hier müssen wir eine Gebührenregelung vereinbaren, die dem Aufwand und meinem Risiko sowie Ihren Möglichkeiten gerecht wird. Kostenklarheit und Kostentransparenz sind mir wichtig. Interesse Sie gut und in einem wirtschaftlich vertretbaren Rahmen zu beraten auf meiner Seite, und Vertrauen auf Ihrer Seite, gehören dazu.


Honorarvereinbarung als ergänzende Vergütung

Der Gesetzgeber hatte 1994 die gesetzlichen Gebühren angepasst. Im Jahre 2004, also zwanzig Jahre später, wurde die Struktur der Abrechnung verändert, ohne aber die Gebühren zu erhöhen. Erst im Jahre 2013 hat der Bundestag einer Anpassung in Höhe von 19% zugestimmt. Das entspricht einer Anpassung von 1% / Jahr gegenüber der letzten Anpassung. Bei einem Verlust der Kaufkraft von (relativ) 30% zwischen 1994 und 2018, werden also, kraft Gesetz, Rechtsanwälte jedes Jahr billiger!

In manchen Rechtsgebieten muss der Rechtsanwalt eine Gebührenvereinbarung treffen, allein um kostendeckend arbeiten zu können. Schließlich hat er Ausgaben für Miete, Personal, Fahrtkosten, verschiedene Versicherungen, Pflichtbeiträge zu Berufsorganisationen und auch Lizenzgebühren der verschiedenen Online-Plattformen, auf denen heute die Literatur und Rechtsprechung nachgeschlagen werden. Die Rechtsanwaltskanzlei ist, wie der Handwerker oder der Arzt, ein Wirtschaftsunternehmen. Unsere Produkte sind Wissen und Erfahrung, die in einem anspruchsvollen Studium, einer jahrelangen Referendarzeit und über viele weitere Jahre Praxis erworben worden sind. Zusatzausbildungen, wie Fachanwaltschaften und die jährlichen Fortbildungsmaßnahmen sind sehr teuer. Bei allem was der Rechtsanwalt abrechnet, hat er die Mehrwertsteuer (Umsatzsteuer) sofort abzuführen und natürlich seinen Gewinn zu versteuern.

Ich will es an einem Beispiel verdeutlichen. Sie streiten über EUR 500,-. Dann kann der Rechtsanwalt außergerichtlich inklusive ges. Auslagen und Umsatzsteuer EUR 83,54 abrechnen. Dafür hat er Sie beraten, vielleicht noch einen Brief geschrieben und daraufhin einen erhalten und sich wieder mit Ihnen besprochen. Und ja, wenn es zu Gericht geht, reduziert sich dieser Betrag um 50%. Warum? Das weiß allein der Bundesgesetzgeber.


Höhe des vereinbarten Honorars

Der Verrechnungssatz einer Rechtsanwaltskanzlei hängt also davon ab, welche Kosten die Kanzlei selbst zu tragen hat, wie hoch der Gewinnanspruch des Rechtsanwaltes ist und nicht zuletzt, auf welchem Rechtsgebiet und für wen die Kanzlei tätig wird. Die Höhe ist individuell von Kanzlei zu Kanzlei unterschiedlich.